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Als Beispiel möchten wir einen bestehenden, möglichst typischen Fall aufführen, der für die vielen anderen Fälle stellvertretend sein soll. Dabei handelt es sich um einen 45 jährigen Geschäftsmann mit vornehmlich sitzender Tätigkeit. Regelmässiges Badminton, Biken und Skifahren sind seine wichtigsten sportlichen Aktivitäten.

Seine Vorgeschichte

Rückenprobleme und Schmerzen die sporadisch immer wiederkehren kennt er seit längerem. In der Zeit vom April bis Juli 08 nahmen seine Rückenschmerzen nach dem Badminton und Biken stetig zu, als dann im Juli noch ein Velosturz dazukam war erst mal fertig mit Sport. Nach dem Sturz bis Ende August wurde eine Physiotherapie verabreicht, die für jeweils wenige Stunden nach der Behandlung eine kurze Schmerzfreiheit erreichte, aber leider keine nachhaltige Wirkung erzeugen konnte.

Anfang September 08 wurden seine Schmerzen unerträglich, sie stiegen auf die 9 seiner persönlichen Schmerzskala an, ein Arztbesuch, starke Medikament und ein MRI folgten. Diagnose Diskushernie auf der Höhe L5/S1. Die starken Medikamente brachten ein Absenken der Schmerzen um einen Punkt. Im Einverständnis mit dem behandelnden Arzt kam der Patient zu uns.

Behandlungsbeginn bei uns

In der Anamnese beim Eintritt in unsere Praxis am 24.9.08 wurde folgendes Beschwerdebild festgestellt: DH L5/S1 mit Ausstrahlungen ins re Bein über das Gesäss bis in den re Fuss, Verkrampfung der Fussmuskulatur re, leichte Bewegungen helfen. Gefühl ist mit chramüselen und einschlafen gestört. Li Bein beginnt auch Beschwerden zu machen, ziehen. Medikamentierung: Schmerzmittel (trotzdem auf der 8 in der persönlichen Schmerzskala) und Cortison seit dem Arztbesuch vom 3.9.08


Akut- und Intensivphase (1.Phase)

Am 24.9.08 beginnen wir mit der Therapie die Schmerzen sind ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich gesunken. In dieser ersten akut- intensiven Behandlungsphase habe sich die Schmerzen um ein Drittel reduziert.

In der Zwischenzeit wurden auch die Schmerzmittel und das Cortison abgesetzt. (1.Plafond) Die erste intensiv Behandlungsphase dauerte ziemlich genau 1 Monat (bis 28.10.08) und beinhaltete 4 Therapie- Sitzungen à je 1h.

Wechsel in die Behandlungs-, und Heilphase (2.Phase)

Die Arbeitszeit wurde zu Beginn der Heilphase von 0-20% auf konstant 100% erhöht. Dies sieht man anhand des 2. Plafonds sehr gut in diesem Monat wurden 2 Behandlungen durchgeführt, die das ermöglichten.

Die Arbeitsbelastung und Arbeitszeit stieg auf 100%, zeitweise lag sie sogar wieder weit darüber, bei 50h/ Woche (17.11.-24.11.08), trotzdem nahm die Schmerzbelastung und die Beschwerden weiter stetig ab.

In diesem schematischen Verlauf sieht man sehr schön, dass auch eine optimale Behandlung stufenartig über Plafonds verläuft und welchen Einflüssen eine erfolgreiche Therapie ausgesetzt wird, denen sie erfolgreich widerstehen muss.

Die Krise in der Behandlung

Nach weiteren 2 Behandlungen betrug der Schmerz noch die Hälfte des Ausgangswertes das war am 18.12.08. Ein riesiger Erfolg angesichts der angekündigten operativen Lösung die sonst hätte ergriffen werden müssen.

Dieses Fallbeispiel ist auch darum typisch, weil es ein von uns relativ häufig beobachtetes Phänomen ist, dem so scheint es, vor allem Männer unterliegen, die ab einem gewissen Heilerfolg euphorisch werden und es übertreiben. Wir warnen bereits ab dem Wechsel von Phase 1 in die 2. davor, so haben wir auch diesen Kunden gewarnt vor weiteren 50h Wochen und, dass gewisse körperliche und sportliche Belastungen unbedingt noch zu vermeiden seien.

Doch wie so oft musste es der Kunde selbst erfahren, dass das "verbotenen" Skifahren wirklich noch nicht gut für seinen Rücken ist. Leider passte dies noch in unsere Betriebsferien über Weihnachten und Neujahr so, dass wir erst knapp einen Monat später am 12.1.09 eine Behandlung machen konnten. Doch mit dieser wurde der Anstieg gestoppt und um die Hälfte reduziert.

Vor dem nächsten Termin im gewohnten regulären Rhythmus zog sich der Kunde dann aber noch einen grippalen Infekt zu, der ihn weiter schwächte und ihn zu Bettlägerigkeit verurteilte. Dabei hatte er unsere auffordernden Worte im Ohr, dass leichte Bewegung ohne Belastung hilft, lang gleich bleibende statische Belastung wie bei der Bettruhe schadet. So kam es zum 2. Schmerzanstieg, der dem Kunden dann psychisch recht zu schaffen machte.

Wir sind Ihr Ansprechpartner zum Thema Verletzung, Heilung und Regeneration: neben der Behandlung von Sportverletzungen gehören regenerative Massagen genauso zum Angebot wie heilende Behandlungen.


Ungeplante Intervention

Daraufhin mussten wir kurzzeitig in den akut- intensiven Behandlungsrhythmus wechseln und dem Kunden auch psychischen Halt geben. Doch nach 3 Terminen hatten wir die Sache bereits wieder soweit in den Griff bekommen, dass der Anstieg wieder gestoppt und umgedreht werden konnte. Wir haben nun den 25.2.09.

Rasante Heilphase

Während all diesen Behandlungen ob wir akut intervenieren mussten oder nicht blieben wir an der Ursache und den verschlimmernden und auslösenden Faktoren dran und haben so die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg geschaffen. Erst zu diesem Zeitpunkt war es dem Kunden nun erlaubt und überhaupt möglich ein Krafttraining mit gewissen Einschränkungen in Angriff zu nehmen. 2 Monate oder 3 Behandlungen später ist der Schmerz nun auf die 2.unterste Stufe zurück gegangen.

Skalenwert 1, sensationell! Alle eingangs erwähnten Störungen und Schmerzen sind verschwunden, der Patient gilt als geheilt. Obwohl wir nicht glauben, dass der Kunde keine Diskushernie mehr hat, sondern wir haben es gemeinsam mit ihm geschafft, trotz dem ein weitgehend schmerzfreies Leben ohne grössere Einschränkungen zu ermöglichen. Einzig 2,3 Dinge müssen zwingend beachtet werden so kann der Wert noch ganz auf Null sinken und vielleicht sogar Joggen wieder möglich sein.

Nachhaltigkeit

Während einer gewissen Zeit kann es in solchen Fällen wichtig sein noch ein paar Termine im Monatsrhythmus wahrzunehmen, um ganz sicher zu sein. Dies hat auch dieser Herr noch 2x gemacht und nach der letzten Behandlung wurde die Nulllinie erreicht. Achtung im speziellen Fall der Diskushernie bedeutet 100% Schmerzfreiheit nicht 100% Heilung, denn Joggen als Beispiel sollte vermieden werden... Dieser Versuch war übrigens für den kleinen Anstieg am 7.8.09 verantwortlich.